Endlich passte es mal zeitlich wieder und wir machten uns auf zum Nebelbeil nach Güstrow.
Das Wetter versprach kalte und sonnige Tage, also ein schöner Abschluss der Saison – ohne Nebel. 12 Finnsegler kämpften auf dem gleichem Kurs um die „Nebelwelle“. Bei den Piraten waren auch Besatzungen aus Österreich und Tschechien dabei. Der Freitagabend begann wie immer in Güstrow mit einem opulenten Büfett der Güstrower Seglerfrauen und endete mit Gesprächen an der Bar.
Freitag Abend 19 Uhr Treffpunkt Alter Hafen in Brunsbüttel, 7,5°C, starker Regen und es ist dunkel – niemand ist da. 19:20 Uhr es ist immer noch dunkel, regnet und das Bluesmobil erscheint. Sonntag 14:10 Uhr das Bluesmobil erreicht die Autobahn Richtung Bremen und verlässt Münster, ein Kryptonit in der Tasche mit eingravierter „3“ – Mission erfüllt.
Viele Grüße von euren Bluesbrothers Jake und Elwood alias Tilmann Wiebe und Mathis Gosch (GER 4012)
PS: Sämtliche Erinnerungen der letzten 40 Std. sind entschwunden.
PPS: Gerüchteweise haben wir erfahren, dass sich folgendes ereignet hat:
Da es schon länger feststand, dass ich mich vom Piraten segeln zurückziehen werde, ging es eigentlich nur noch darum, einen geeigneten Rahmen dafür zu finden. Ich denke mal, wir haben mit dem „Holsteiner Ausklang“ in Eutin eine sehr gute Wahl getroffen. Die Wind- und Wetterprognosen waren gut bis durchwachsen herbstlich. Da für mich die Anreise von Hamburg, über den Schanzenberg, um das Boot abzuholen, nicht allzu weit war, konnte ich schon um 15 Uhr auf den Eutiner See blicken. Immer wieder ein schöner Anblick. Daniel hatte die Werbetrommel ordentlich gerührt und so waren die ersten Vereinsmitglieder bereits bei den Vorbereitungen für das Wochenende. Ich hatte also jede Menge Zeit, das Boot aufzutakeln und mich mit einem Pils und einem Schluck Sherry auf das Segelwochenende einzustimmen. Irgendwie gab es über das ganze Wochenende Freibier! Nach Rücksprache mit Daniel soll es am Freitagabend Würstchen mit Kartoffelsalat gegeben haben. So nach und nach traf auch die sportliche Konkurrenz ein. Wobei es kein Problem gewesen wäre, Samstagvormittag anzureisen, da der Start zur ersten Wettfahrt mittags vorgesehen war.
Für mich war die letzte große Regatta in diesem Jahr das Dümmerfinale am ersten Oktoberwochenende. Diesmal waren neben 34 Piraten auch 18 Conger und 11 Vauriens gemeldet, sodass sich insgesamt rund 120 Segler auf dem Gelände des SVH in Hüde tummelten. Für das Wochenende war herrliches, wenn auch windtechnisch eher bescheidenes, Herbstwetter vorhergesagt sodass ich mich am Samstagmorgen mit etwas gemischten Gefühlen aus Münster auf die kurze Reise zum Dümmer aufmachte um dort meine Steuerfrau mitsamt Boot anzutreffen.
Der YES oder auch Pfingstbusch ist eine feste Regatta in unserem Terminkalender und das mit gutem Grund, drei Tage Regattasegeln auf der Ostsee vor Kiel Schilksee, eine professionelle Wettfahrtleitung und zudem auch viele Segler aus anderen Bootsklassen.
Die Anreise erfolgte wie gewohnt am Freitag, da es am Samstag schon um 13 Uhr losging. Teilnehmer kamen aus Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig Holsten, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Zu unserer Freude sollten wir auch am Samstag und Sonntag getrackt werden. Die Tracker konnten wir Samstagmorgen abholen, leider kam es dabei zu Verzögerung, sodass einige ihre Tracker nicht mitnehmen konnten um rechtzeitig beim Start zu sein, die Stunde Anreise zur Bahn Echo.Die weitere Wasseranreise ist es aber Wert um das volle Potenzial der Ostsee ausnutzen zu können, freien Wind und Wellen sowie wenige Fahrtensegler in der Nähe der Bahn. Zu aller Überraschung haben alle, die früh ausgelaufen sind und keinen Tracker dabei hatten, ihren von einem Begleitboot nachgeliefert bekommen.
Apropos Wind, dieser war in der ersten und zweiten Wettfahrt leider noch sehr schwach. Dafür gab es aber jedenfalls Sonne und eine ordentliche Welle, was das Segeln sehr anspruchsvoll gestaltete. Zu der dritten Wettfahrt frischte der Wind auf.Die Bahn haben wir uns mit 20 420ern geteilt, all die anderen 420er nahmen in diesem Jahr zu der parallel ausgetragenen Deutschen Meisterschaft teil. Somit war viel Platz auf der Bahn vorhanden. Zu unserer eigenen Überraschung kamen wir mit dem leichten Wind besser klar als mit dem anschließend stärker werdenden, in den letzten Jahren war das immer anders herum.