Bericht Haltern Classics 2015

Bericht Haltern Classics 2015

Warum fährt man nach Haltern? Es ist drei Jahre her, dass wir das letzte Mal mitgesegelt sind: Uns ist in der Erinnerung geblieben, dass es am Sonntag vor der Siegerehrung Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne gibt, dass schön gegrillt wird mit Freibier und dass der See kompliziert sein kann. Die weite Strecke sollte sich wieder bezahlt machen!
Die Anfahrt im Team mit Kira und Lukas war amüsant; neu dabei auf dem Doppeltrailer zu seiner ersten Regatta war Statement GER 4470.
Vorhergesagt waren für Samstag 3-4 Bft, in der Realität zeigten sich kurzzeitige Dreher bis zu 160° und wechselnde Stärken auf der Schottenskala zwischen in Lee auf dem Deck mummeln und gestreckt hängen mit der Hand an der Travellerschot.
Gewöhnungsbedürftig auf dem Baggersee ist der Bagger mit seinem dazugehörigen üppig betonnten Starkstromkabel. Glücklicherweise hat niemand eine Stahltonne mitgenommen.
Kurz vor dem ersten Start wurden wir von der Wettfahrtleitung darauf aufmerksam gemacht, dass die Aasee-Segelnummer 9418 besser aus dem Groß zu entfernen ist, ansonsten verlief die erste Wettfahrt ohne besondere Vorkommnisse.

Young Europeans Sailing zu Pfingsten in Kiel

Young Europeans Sailing zu Pfingsten in Kiel

– Early Entry Fee endet bald – Die größte Jugendnachwuchsveranstaltung im Segeln, die Young EuropeansSailing (YES), steht wieder kurz bevor und wird auch 2015 vom Kieler Yacht-Club (KYC) in Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Regatta Verein (NRV) im...
Hoher Besuch im TSC

Hoher Besuch im TSC

Es ist da schon einiges zusammengekommen in der stillen Bucht des Tegeler Sees am 29. März. Die Protagonisten sind: ein Häuptling, ein Pirat, Neptun und sein Freund, Rasmus, der Schutzpatron der  Seeleute. Während  Neptun im althergebrachten Gewand erschien, hatte Rasmus, wohl wissend was der Tag noch bringen wird, so eine Kleidung zwischen Krankenschwester und Küchenchef  gewählt, so interpretiere ich jedenfalls dessen Tracht. Grund für den Aufmarsch dieser honorigen Gesellschaft im TSC ist eine Taufe mit entsprechender Überprüfung der Seetauglichkeit. Getauft werden sollte ein Pirat. – Um Missverständnissen vorzubeugen: Es ist der einzige Beteiligte, der nicht aus Fleisch und Blut besteht, sondern laut Gebrauchsanweisung zum Segeln, zum Schnellsegeln konstruiert wurde. Namensgeber oder besser, stolzer Eigner, ist ein Häuptling, das Oberhaupt der IPA, Karl-Hermann, Kalle, Wildt.  Dazu dann noch eine Jungfrau bzw. eine junge Frau, die traditionell den Taufakt vollziehen soll sowie viele Taufzeugen, Schaulustige.
Doch vor der Taufe steht das Examen. Zunächst erhält der „Delinquent“ so etwas Ähnliches wie einen Doktorhut – oder besser gesagt wie eine Piratenperücke und ein rein-weißes, unbeflecktes Leibchen.

Bericht Tegeler Preis der Malche 2015

Die Saisonplanung findet bei mir immer Anfang des Jahres statt, wenn alle Termine klar sind, unabhängig von Wind und Wetter. Da die Europameisterschaft dieses Jahr in Österreich ziemlich früh im Mai stattfindet, wollten wir gleich mit einer Regatta beginnen und nicht wie die letzten Jahre in Kiel mit einem ruhigen Training zum Einstand.

Die Anreise konnte leider erst Donnerstagnacht beginnen, weil Svenja bei der Kabinenparty ihrer Fußballmannschaft nicht fehlen durfte. So kamen wir mit Stau erst um halb fünf in Tegel an. Ein paar Stunden Schlaf mussten reichen, schnell Boot aufgebaut und rauf aufs Wasser. Wetter gut, bisschen hängen um die Wintermüdigkeit aus den Beinen zu schütteln und nach 2 anspruchsvollen Wettfahrten, die für den Anfang auch reichten, ging es wieder an Land. Der Abend war ruhig, die meisten Einheimischen fuhren leider (wie immer) nach Hause. Ok, wir hatten etwas Schlaf nachzuholen, von daher war uns das dann auch egal.

Samstag hatte der Wind dann leider noch weiter auf Nord gedreht, sodass er ziemlich quer zum See kam. Schlechte Richtung hörte ich, kam mir irgendwie bekannt vor. Naja, es kam wie es kam, Glück und Unglück lagen sehr eng beisammen. Aufmerksames Segeln und viele Manöver waren angesagt – deswegen waren wir ja nach Tegel gekommen. Wieder ging es nach nur 2 Wettfahrten an Land. Man hatte Zeit in Ruhe zu duschen und Gespräche zu führen. Auf der Terrasse vom TSC ließ es sich in der Sonne gut aushalten. Nach einer kleinen Stärkung gab es auch Freigetränke, die erstaunlich lange hielten – warum wohl?