Mit guter Windvorhersage machten wir uns auf den Weg zum Dümmer. Nachdem das vorherige Wochenende die vorhergesagten Versprechung bzgl Wind nicht halten konnte, waren wir optimistisch, dass es etwas mehr Wind am Wochenende gibt.
Am SVH angekommen, fand man bereits ein paar alte Hasen im Clubhaus und die Jugendmannschaften auf dem Zeltplatz vor, die bereits seit Mitte der Woche die deutsche Jugendmeisterschaft austrugen.
Gut ausgeschlafen wachten wir auf und hatten den Luxus unser Boot vom letzten Wochenende noch aufgebaut vorzufinden. Daher begann der Samstag etwas ruhiger mit Kaffee von den Nachbarn und Müslischüsseln von Frieder.
Die Jugend startete bereits im frühen Morgen und auch wir begaben uns langsam aufs Wasser. Vorher noch schnell zur Steuermannsbesprechung, zu der Thomas Gothe extra ans Land kam und uns auf 3-4 Tagesläufe vorbereitete. Windvorhersage für den Sonntag waren zu diesem Zeitpunkt mit Böen bis 8 bft vorausgesagt – also wollte man Samstag schon das Gröbste im Sack haben.
Am Wasser angekommen warteten für alle angenehme 3-4 Windstärken. Die Jugend verließ so langsam die Bahn und ältere Piraten, Conger und Vaurien fanden sich so langsam ein.
Man kann sich fast darauf verlassen, dass man am Dümmer sowohl gut gelegte Bahnen als auch Startlinien vorfindet und so kam es auch.
Im ersten Lauf kamen Frieder/Martin oben als erstes am Luvfass an, dicht gefolgt von den Jägern Tobi/Nick, Jens/Ludger, Lukas/Femke und uns. Doch so ganz wollte sich keine Seite als bevorzugt rausstellen und so ging das Plätze schieben zwar hin und her, aber gefährlich sollte es für Frieder/Martin nicht werden.
Der Wind und auch die Tonne als bevorzugte Startposition blieb. Diesmal trat der zweite Teil der gemixten Teams auf die Bildfläche. Andi/Julius kamen diesmal am besten über die Startkreuz, knapp gefolgt von uns. Ein paar Zentimeter machten den entscheidenen Tonnenraum am Leefass für uns perfekt und so konnten wir uns an die Spitze setzen. So sollte es dann auch bis Ende des Laufs bleiben.
Mit etwas weniger Wind ging es in die dritte Wettfahrt. Mit kurzen Startschwierigkeiten des Piratenteams und einem AP-Rückruf, ging der Start für uns nur so mittelmäßig aus. Im vorderen Mittelfeld sahen wir uns zunächst Luv-kämpfen auf dem Spikurs ausgesetzt. Andi/Julius, Frieder/Martin und Kai/Pascal konnten die Chance nutzen und sich vorne absetzen.
Zur letzten Wettfahrt frischte der Wind nochmal auf. Andi/Julius setzten sich wieder an die Spitze. Auf der Zielkreuz wurde es nochmal spannend. Zwar konnten Andi/Julius ihren ersten Platz sichern, dahinter wurde es jedoch im Fotofinish entschieden. Pumba/Timon gingen knapp vor uns und den unglücklichen Frieder/Martin, die noch als zweiter ums Leefass gingen, durchs Ziel.
Nach den durchschnittlichen 3-4 bft und vier Wettfahrten merkte man seine Muskeln und Knochen bei der Hafeneinfahrt, aber glücklicherweise erwartete die Segler ein tolles Abendessen, was zur Stärkung zumindest wieder etwas beitrug. Die Jugend wollte sich ihren Meisterabend nicht nehmen lassen und mit Bier und mal guter, mal schlechter Musik ging es noch ein wenig feuchtfröhlich zu.
Nachdem unser Bulli nachts von den Böen schon anfing zu wackeln, wachten wir am Morgen bei guten 4-5 bft auf. Da allerdings einige stärkere Böen über den See gingen, entschied man sich zunächst für Startbereitschaft an Land. Die Windvorhersage erfüllte sich, aber mit der Jugend und den drei Bootsklassen hatte die Wettfahrtleitung ihre Bedenken, ob man dies Mannschaften und Zubehör antun sollte. Nasse Kleidung und kleinere Schäden wären vermutlich unausweichlich gewesen. Als die Ersten anfingen die Boote einzupacken, entschied man sich das Warten zu beenden. Im leichten Nieselregen packte man sein Boot schnell zusammen und begab sich zum Marathon der Preisverteilung.
Wir kommen bekanntlich eh sehr gern zum Dümmer aber auch diesmal war sowohl das Organisatorische als auch der Wind ganz nach unserem Geschmack! Voller Vorfreude schaut man nun auf die deutsche Meisterschaft im nächsten Jahr.
GER 4430
Ben Uerlichs & Michael Bünten