Nachdem wir die letzten Jahre schon zum Dümmerfinale gekommen waren, ging es für uns am 23. und 24.04.16 auch zum Leineweberpokal an den Dümmer. Da die Prognose neben den 3-4 Windstärken auch Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht vorhergesagt hatte, reisten wir ausnahmsweise erst am Samstag und nicht wie sonst schon Freitag an. Am Samstagmorgen bauten wir also das erste Mal für diese Saison gemeinsam das Boot auf und auch wenn es durch die lange Winterpause nicht so routiniert lief wie gewohnt, waren wir doch guter Dinge für die erste gemeinsame Regatta. Doch am Dümmer scheinen 3-4 Bft etwas anderes zu heißen als bei uns. Auch wenn wir noch eine relativ junge Crew sind, haben wir doch auch schon Gewicht auf der Kante zu bieten und etwas mehr Wind spielt uns eigentlich ganz gut in die Karten. Nichts desto trotz mussten wir vom Start der ersten Wettfahrt bis zur Zielkreuz des Dritten Laufes die Zähne zusammenbeißen und kämpfen. Es lief soweit alles gut doch spätesten auf dem Spikurs wurde allen bewusst, dass das kein Zuckerschlecken werden würde, doch brennende Beine und müde Arme gehören nun mal zum Regattasegeln dazu. Leider dauerte es immer etwas bis der nächste Start erfolgen konnte, nachdem die ersten im Ziel waren, da sich die Piraten die Bahn noch mit 420- und Finn-Seglern teilen mussten und in den Pausen zwischen den Läufen war der eisige Wind besonders unangenehm.
Dieses Jahr gab es bei den Haltern Classics weder eine Terminkollision mit den Osterferien noch mit dem Bonn Marathon und so stand einer Teilnahme von unserer Seite nichts im Wege und Frank und ich hatten uns schon zu Beginn des Jahres auf einen Saisonauftakt in Haltern verständigt. In der Woche vor der Regatta drehte dann aber die Wettervorhersage für das Wochenende immer mehr ins Minus. Kälteeinbruch mit Schauern und zumindest am Samstag Windböen bis 8 Bft, so lautete die kurzfristige Vorhersage. Zur Ankunft sah es dann zunächst erstmal deutlich besser aus. Ein Aufbau im Sonnenschein ist doch viel angenehmer als im Regen. Um 12 Uhr bei der Steuermannsbesprechung wurde der voraussichtlich zu segelnde Kurs angekündigt, mit dem Hinweis, dass 4 Läufe vorgesehen seien. Start war jedoch erst für 14 Uhr vorgesehen. Hier könnte man ggf. ein etwas kürzeres Intervall vorsehen. So blieb noch etwas Zeit die anderen zu begrüßen und den Neubau von Svenja und Butze (GER 4480) in Augenschein zu nehmen. Es gab immerhin Kuchen und Sekt.
Am 23. April starteten wir zum Willi-Möllmer-Gedächtnispreis des SC Oberspree. Nachdem auf raceoffice.org eine Verschiebung der ersten Startmöglichkeit auf 12:00 Uhr veröffentlicht worden war, konnte der Samstag geruhsam angegangen werden. Allerdings gab es für meinen Steuermann doch etwas morgendlichen Streß, da familiäre Schlüsselprobleme auftraten. In Kladow auf dem Gelände des SC Oberspree tummelten sich neben den Piratenseglern, die zu Berliner Meisterschaft und Berliner Jugendbestenermittlung antraten, auch Europes und Contenderpiloten. Beim Booteklarmachen konnte man sich zu günstigen Preisen bei der Vereinsküche versorgen und ab und zu erklang ein Schrei der Kladow-Pfauen. Kühl war es am Samstag auf dem Wasser, der Wind war teilweise sportlich und wir konnten 2 Wettfahrten mit olympischen Kurs absegeln. Dabei konnten sich Sascha und Holger durchsetzen. Wir hatten auf der ersten Zielkreuz gepatzt und 3 Boote verloren :-(.