Auch Anfang September zeigte sich der diesjährige Sommer von seiner besten Seite, nur am Wind, den wir Segler ja brauchen, haperte es mächtig. So konnte bspw. nur am Samstag bei traumhaften 23°C und strak drehenden Winden gesegelt werden. In unserer Bootsklasse gingen immerhin 17 Boote an den Start, wovon auch viele Jugendlich dabei waren, was ich sehr begrüßte. Denn immerhin fanden ja an diesem Weekend parallel auch eine Regatta in Strande und in Teterow statt, die ähnliche Startzahlen aufzu weisen hatten. Das erste Rennen, was sich vom Wind her dann doch noch ganz gut entwickelte, konnte Sascha mit Roderic ganz klar für sich entscheiden, zweiter wurde Piraten-Josi Simone mit Leihvorschoter Schicki aus der Ixylonklasse und dritter Oli Melzer mit Vanessa.
Die Stille am Sonntagabend am See und im Verein, sie fiel sofort allen Clubmitgliedern auf. Sie fiel deshalb so deutlich auf, da zwei Tage lang ca. 500fröhlicheSegler, Betreuer und Freunde im Segelclub Schwielochsee (SCS) zu Gast waren und sich scheinbar wohlfühlten. Somit waren ca. viermal so viele Gäste zur diesjährigen Schwielochsee Pokalregatta gekommen, wie der SCS Mitglieder hat. Unter den vielen Bootsklassen gibt es eine besonders Schöne. Ihr ahnt es schon, genau die Piratenklasse. Gleichwohl die Jugendbootklassen Opti, Laser und 420er das Bild am Schwielochsee dominieren, so stechen die schönen Holzdecks der Knickspanten immer wieder hervor. Interessant zu sehen, wie die Teenager immer an den Piraten vorbeigehen und etwas abschätzig auf diese lahmen „Panzer“ schauen und doch immer ein Hand über das schöne Deck streifen lassen. Ja es gibt eben doch mehr als reines GFK mit grauweißer Gelcoat! So gesehen ist dieser sprichwörtliche Berührungspunkt zwischen der Seglerjugend und dem Pirat eine gute Werbung für die Piratenklasse. Daher Flagge zeigen am Schwielochsee. Dieses Jahr folgten diesem Ruf 15 Besatzungen. Das ist unter Berücksichtigung der allgemein sinkenden Meldezahlen in soweit erfreulich, da zur gleichen Zeit die Deutsche Meisterschaft in Schwerin stattfand. – An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an die neuen Deutschen Meister Ines und Hapo. Macht weiter so, Ihr seid ein schönes Vorbild wie schnelles und erfolgreiches Segeln über Jahre mit Leidenschaft betrieben werden kann. Paul auch an Dich sorbische Glückwünsche zum dritten Platz auf heimischen Revier. Jetzt kannst Du nächste Jahr wieder zu uns an den Schwielochseesee kommen. – Somit gingen dieses Jahr vornehmlich brandenburgische und sächsische Piraten an den Start, die nicht zur Meisterschaft waren. Wo sind eigentlich immer die Berliner Piraten? Seit Jahren sieht man euch nur sehr selten. Björn hast Du eine Idee? Eine kleine Motivation: Der schöne Schwielochsee liegt nur ca. 100 km südlich von Berlin und ist Brandenburgs größter Binnensee. Also gar nicht so weit weg und segeln (und feiern) kann man dort auch. Fragt mal die Altvorderen.
Am 06.09.2014 fand wieder unsere traditionelle Teterower Herbstregatta statt. Da wir (Ludger & Thomas) durch einen ungewöhnlichen Glücksfall Berichtschreiber geworden sind, werden wir uns nun dieser Aufgabe stellen.
Wir reisten Samstagfrüh in Teterow an. Das Gelände des SSVET erwachte allmählich zum Leben. Die ersten Segler bauten ihre Boote auf und wir entschlossen uns, erst mal zum Frühstücken und Kaffee trinken. Dann machten auch wir uns an die Arbeit. Um 09.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende des SSVET, Landesobmann und Wettfahrtleiter Marko Monegel, die Veranstaltung. Marko entschloss sich, alle vier Wettfahrten am Samstag durchzuführen, da der Wetterbericht für Sonntag keinen Wind und Gewitter angekündigt hatte. Gesagt, getan!
Wir legten ab und machten uns auf den Weg zur Regattabahn. Einige Segler ließen sich bis dahin schleppen und da das Abschleppen auf die Regattabahn bekanntlich Unglück bringt, ließen wir davon ab. (… und es sollte ich auch bewahrheiten.)
Zu ersten Wettfahrt war der Teterower See spiegelblank, sodass der Wettfahrtleiter erst mal den AP-Wimpel setzen musste (Startverschiebung). Nach etwa einer Stunde baute sich eine konstante Windrichtung mit 2 Bft. Auf, sodass der erste Start erfolgte. Es wurde ein Olympischer Kurs mit Zusatzdreieck gesegelt. Wir starteten am Startschiff und fuhren nach rechts raus, was die richtige Entscheidung für uns war, denn wir erreichten als Dritter die erste Bahnmarke und segelten den Kurs weiter ab. Unsere Position konnten wir weiter ausbauen, sodass wir als Zweiter nach GER 4434 Ines Pingel-Heldt/Thomas Heldt gefolgt von GER 4336 Udo Müncheberg/Eberhard Steffen ins Ziel kamen.