Es bleibt dabei, neue Regatten müssen ausprobiert werden. Der Dümmer ist bekannt, doch ging es diesmal nicht nach Hüde, sondern zum SCC auf die andere Seite, es dürfen auch mal andere Vereine zeigen, was sie können.

Freitagabend: gute Anreisestimmung, der Getränkewagen öffnete sich und die ersten Gespräche nach einem langem Winter wurden geführt, da es für einige der Saisonauftakt war. Im Clubhaus fand sich daher eine entspannte Stimmung wieder, bis ein Teil der Rurseefraktion anreiste und für eine spannende Story sorgte. Es stellte sich heraus, dass man lieber weit weg von ausländischen LKW auf Rastplätzen parkt, wenn man ein heiles Boot, Mast, Trailer und Auto beibehalten möchte. Nunja, der halbe Weg zu Hein war ja schon gemacht.

Samstagmorgen: Die Wind- und Wettervorhersage sahen vielversprechend aus und so wurde nach einem gemütlichen Frühstück im Clubheim der Rest aufgebaut, der Steuermannsbesprechung gelauscht und anschließend, nach reiflichem Auswürfeln, welche Slipbahn denn jetzt genommen wird, mit guter Laune aufs Wasser gefahren. Der Wettfahrtleiter legte einen vernünftigen Kurs und der erste Start wurde pünktlich angetutet… und doppelt getutet. Ein Winddreher und motiviertes Startfeld sorgten für einen allgemeinen Rückruf. Die Crew nutze daher die Gelegenheit und passte den Kurs dem sehr starken Dreher an und beim zweiten Versuch klappte alles. Durch die drei verschiedenen Bootsklassen wurden wir auf den Outerloop geschickt, weswegen wir kaum Berührungspunkte mit den Europes oder 420ern hatten. Wir fuhren nach dem Start gut los und kamen als zweiter oben an. Jedoch merkten wir schnell, dass auf dem Vorwind die hinteren Boote teilweise immer schneller waren und dichter rutschten, also hieß es: umso besser kreuzen. Zufrieden holten wir uns dennoch hinter Rex & Rico (die mit dem neuen Boot jetzt noch fixer sind) und Timon & Pumba den zweiten Platz. Der Wind nahm die nächsten beiden Wettfahrten immer weiter zu, so dass alle auf ihre Kosten kamen, wie in den durchgewürfelten Ergebnissen zu sehen ist. Dennoch lief es für uns als eher leichtes Team weiterhin gut und die Theorie bewährte sich: im Zweifel über links, was sich auch dieses Wochenende auf nahezu jeder Kreuz bewies. Der Kurs lag dennoch stabil und dem Wind entsprechend, so dass keine Klagen zu hören waren. Nach drei anstrengenden Wettfahrten und einer langen Kreuz in den Hafen wurde alles getrocknet, geduscht und die letzten Sonnenstrahlen genossen. Das Warten auf das sportlich späte Buffet hat sich gelohnt, sehr reichhaltig, sehr vielfältig und die Freigetränke belohnten uns nach dem Segeln. Anschließend wurde sich im Clubhaus über die Wettfahrten ausgetauscht, ein paar Freundschaften zerstört und Verräter aufgedeckt. Ein sich lohnender Abend für den einen länger als für den anderen.

Sonntag: Die Windvorhersage sah doch eher mau aus, umso überraschter waren alle, als morgens die Fahnen wehten und der See sich kräuselte. Also wieder im Clubheim frühstücken und als die Nachricht kam, dass der Start wie geplant stattfinden soll, Boot aufbauen und umziehen. Die ersten Yachten sowie das Startschiff legten sportlich motiviert ab… und da blieben sie auch die Einzigen. Der Wind ging aus und die Startverschiebungsflagge hoch. Das sollte sich den Tag über auch nicht ändern und so wurde die Gesellschaft genossen und Wikingerschach gespielt. Nach endgültigem Abbruch blieben die Ergebnisse vom Samstag die Gleichen, worüber sich der ein oder andere ein bisschen ärgerte (Streicher sind doch was Schönes) und nach der Siegerehrung freuten sich schließlich alle, nicht allzu spät zurück nachhause zu kommen.

Ein großes Dankeschön an die Veranstalter, die sich sehr viel Mühe gegeben haben und für eine sehr entspannte und familiäre Stimmung gesorgt haben. Das lädt zum Wiederkommen ein. Abschließend gehen unsere Glückwünsche an Stefan & Nils sowie Björn & Lars zum ersten und zweiten Platz.

GER 13, Andi und Emma